Die optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz und im Home Office

Die Arbeitssituation „Work from home“ kennen seit den Corona-Zeiten ca. 25 – 45% der Büroarbeiter in Deutschland. Je nachdem welche Statistik zugrunde gelegt wird und welcher Umfang angesprochen ist. Sicher ist auf jeden Fall eine Zunahme der Arbeit von zu Hause.

Vor allem das Licht, besser gesagt, die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz, ist ein wichtiger Faktor. Wenn Du Dich hier wiederfindest, sind die folgenden Punkte zum Thema „Licht am Arbeitstisch“ und die „Wirkung des Umgebungslichts“ sicher interessant.

Unser Arbeitsplatz im Home Office und seine Auswirkungen

Homeoffice bedeutet für viele das Arbeiten am eigenen Küchentisch, auf der Couch oder sonstigen Notplätzen, die nicht so optimiert sind wie im Büro. Statt dem kompletten Arbeitsplatz haben wir nur einen begrenzten Platz und andere Geräte. Mit dem Laptop auf der Couch oder am Esstisch zu sitzen ist möglich, sollte aber kein Dauerzustand sein. Denn ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz sollte über einen Schreibtisch, mit optimaler Höhe, einen passenden Bürostuhl und die notwendigen Arbeitsgeräte verfügen. Wie beispielsweise einen optimalen Abstand von Tastatur zu Hand oder der ergonomischen Höhe und Abstand des Bildschirms zum Nutzer.

Auf den Bildschirm bezogen heißt das, dass wir statt wie im Büro an einem 21 Zoll oder 27 Zoll Bildschirm mit optimierter Bildqualität arbeiten können, eher eine kleinere Bildschirmquelle nutzen, wie ein Notebook mit 15 Zoll oder 17 Zoll.

Überhaupt nutzen wir insgesamt, neben dem Rechner im Homeoffice, vermehrt unser Tablet und Smartphone. Sei es zum Arbeiten oder für Social Media. Selbstverständlich auch für private Meetings mit der Familie oder Freunden. Nicht vergessen wollen wir den Fernseher, der oft noch abends läuft, aus Ermangelung von nutzbaren Freizeitangeboten.

Problem durch die Bildschirmnutzung: Computer Vision Syndrom

Durch die ständige Nutzung unserer Displays treten vermehrt Symptome auf, wie müde Augen, Kopfschmerzen, Nackenverspannungen sowie Konzentrationsverlust, bis hin zu schnellerer Erschöpfung. Man spricht hier vom Computer Vision Syndrom. Ein Phänomen, das schon länger bekannt ist und leider aktuell vermehrt auftritt.

Verantwortlich dafür machen Forscher v.a. das blaue Licht, mit einer Wellenlänge von 400 bis 500 nm (Nanometer, der millionste Teil eines Meters), welches unsere Bildschirme ausstrahlen. Dieses Licht beansprucht unsere Augen ganz besonders stark. Und bringt zudem noch unsere innere Uhr durcheinander.

Doch muss das sein? Was können wir dagegen tun? Die Bildschirme können wir schlecht abschaffen, aber was können wir beeinflussen? Wir haben dazu einen wesentlichen Faktor unseres Wohlbefindens am Arbeitsplatz unter die Lupe genommen: Licht und Farben. Neben der Farbumgebung sind das das richtige Arbeits- und Umgebungslicht ausschlaggebend, denn Licht und Farben steuern uns Menschen bewusst und unbewusst.

Wir haben ein bisschen recherchiert und einige Lifehacks für Dich zu diesem Thema zusammengestellt!

Die optimale Beleuchtung am Arbeitsplatz

Als beste und wirkungsvollste Lichtquelle eignet sich noch immer das Tageslicht. Die Sonne strahlt Licht mit einer enormen Bandbreite von Wellenlängen aus und tatsächlich sind alle Farben des Regenbogens im Sonnenlicht enthalten. Dies gilt es so gut wie möglich nachzubilden.

Die ideale Positionierung des Schreibtischs wäre also schon mal immens wichtig, vorzugsweise am Fenster – was das Licht betrifft. Aber keiner kann immer dann, wenn er arbeiten will, natürliches Tageslicht nutzen. Außerdem kann die Sonne blenden oder es wird einfach zu heiß.

Das richtige Licht am Arbeitsplatz ist wichtig für unser Wohlbefinden

Eine Alternative (oder idealerweise Ergänzung) ist eine Lichtquelle von oben, ähnlich dem Sonnenlicht. Außerdem hat diese Art der Beleuchtung den wesentlichen Vorteil, dass hier die gesamte Arbeitsumgebung aufgehellt und so überall eine gleichmäßige Ausleuchtung hergestellt wird. Was Deine beanspruchten Augen enorm entlastet.

Von kleinen Schreibtischlampen ist aus diesem Grund eher abzuraten, da diese meist nur selektive Bereiche des Arbeitsplatzes erleuchten. Die Augen müssen sich also ständig wechselnden Lichtbedingungen anpassen, was diese sehr anstrengt.

Zudem ermüdet Dich eine dunkle Umgebung mehr als eine schön ausgeleuchtete. In der Arbeitsstättenverordnung findet Ihr das in klaren Zahlen ausgedrückt. Dort heißt es: „An keiner Stelle im Bereich des Arbeitsplatzes darf das 0,6-fache der mittleren Beleuchtungsstärke unterschritten werden. Der niedrigste Wert darf nicht im Bereich der Hauptsehaufgabe liegen.“ Das bedeutet wie schon beschrieben: Der Arbeitsplatz ist gleichmäßig auszuleuchten.

Eine gute Beleuchtung deckt also Deinen Schreibtisch ab und strahlt zusätzlich den ganzen Arbeitsbereich mit dessen Umgebung aus. Vielleicht nutzt Du dazu einfach mehrere Lampen! Denke dabei an direkte Beleuchtung durch Deckenstrahler, indirekte Beleuchtung durch Wandstrahler und/oder Stehlampen und Arbeitsplatzleuchten wie Deine Schreibtischlampe.

Die Lichtfarbe für Deine Beleuchtung am Arbeitsplatz

Mit dem Begriff Lichtfarbe bezeichnet man die Eigenfarbe des von einer Lichtquelle abgestrahlten Lichts. Das sichtbare Licht einer Lichtquelle setzt sich aus verschiedenen Spektralfarben zusammen. Aus der Summe der für uns relevanten Farben ergibt sich ein Weiß, das sehr unterschiedlich ausfallen kann und auch verschiedene Wirkungen auf uns hat. Man unterscheidet für den Innenbereich ganz grob zwischen den drei wesentlichen Lichtfarben oder Farbschattierungen.

Universalweiß = Neutralweiß, Tageslichtweiß und Warmweiß,

Licht in der Lichtfarbe universalweiß, auch neutralweiß genannt, wird meist dort verwendet, wo wir sachlich unterwegs sind, gleichzeitig aber auch ein relativ angenehmes Licht wollen. Also in Vorratsräumen oder Hobbyräumen, ebenso wie in Küchen oder Bädern.

Welche Lichtfarbe für Deinen Arbeitsplatz optimal ist

Am Arbeitsplatz solltest Du darauf achten, dass dieser in Universalweiß oder Tageslichtweiß beleuchtet ist. Das schont die Augen und lässt Dich konzentriert arbeiten. Das gilt für manuelle Bereiche, in denen manuell gearbeitet wird, genauso wie am PC.

Tageslichtweiß am Schreibtisch freut nicht nur die Augen, sondern hellt auch Deinen Arbeitsalltag auf und wirkt sich zudem positiv auf Deine Gesundheit aus. Denn Tageslichtlampen verbessern die Konzentration und wirken Beschwerden durch Lichtmangel entgegen. Diese immer beliebter werdenden Tageslichtlampen simulieren die Wellen des Sonnenlichts und können damit sogar vorbeugend gegen depressive Verstimmungen wirken.

Der Anteil an blauen Frequenzen ist hoch. Wir werden stimuliert und motiviert. Aber Achtung, nicht vergessen: Gegen Abend oder eine Stunde vor dem Schlafengehen solltest du Deine Tageslichtlampe lieber ausschalten und eine Warmlichtquelle einschalten. Damit Deine innere Uhr nicht durcheinanderkommt und Dein Körper sich stattdessen mit Warmlicht / Abendlicht auf Ruhe einstellen kann.

Warmweißes Licht, als die dritte Lichtfarbe, findet also seine Anwendung in Räumen, die wir mit Behaglichkeit verbinden, wie im Wohn-/Schlafzimmerbereich. Das Licht ist gelblich bis rötlich, daher auch der Name warmweiß. Die Lichtstimmung empfinden wir als behaglich, gemütlich und verbinden sie mit Geborgenheit oder einem Sonnenuntergang. Bewusst oder unbewusst reagieren wir darauf.

Leuchtmittel in den unterschiedlichsten Lichtfarben / Farbtönen werden im Fachhandel für die meisten Lampenfassungen angeboten. Und dimmbare LED-Lampen oder Smart-Home-Lampen lassen sich auf die verschiedenen Farbtemperaturen einstellen. Scheue Dich nicht, hier genauer nachzufragen!

Die Lichtstärke je nach Lichtsituation anpassen

Auch die Lichtstärke Deiner Beleuchtung ist sowohl am Arbeitsplatz als auch im ganzen Raum ist wichtig. Wie viel Power sollte Deine künstliche Beleuchtung haben?

Während ein wolkenloser Sommertag auf eine Lichtstärke von 100.000 Lux* kommt, sind es an einem trüben Herbsttag nur 6.000 Lux.

In Büroräumen gilt generell eine Raumbeleuchtung mit mindestens 500 Lux*, da die Augen bei dieser Ausleuchtung geschont werden und generell der Müdigkeit entgegengewirkt wird. Technische Zeichnungen von Hand aber benötigen mindestens 750 Lux. Zum Vergleich: die empfohlene Wohnzimmerbeleuchtung liegt bei ca. 77–100 Lux. Für Arbeiten am Computer gilt als Richtwert der Wert von 500 – 600 Lux, abhängig von einigen Umgebungseinflüssen: Raumgröße, Abstand zur Wand, Reflexionen auf den Oberflächen.

Zudem gilt: Je fortgeschrittener das Alter, desto heller sollte die Beleuchtung am Arbeitsplatz sein. Und je mehr Stunden ich vor den Bildschirmen verbringe, desto besser sollte die Lichtsituation sein.

Allgemeine Tipps für die richtige Beleuchtung im Home Office oder Büro

  • Außerdem kann man noch einige simple Tricks beachten, um den gesamten Arbeitsplatz schnell aufzuhellen:
  • Benutze am besten Büromöbel wie Deine Tischplatte in hellen Materialien, da diese das Licht reflektieren und so die gesamte Umgebung aufhellen. Achte zudem darauf, dass die Lampenschirme nicht zu eng an am Glühmittel anliegen und so wertvolles Licht schlucken.
  • Dein Bildschirm sollte natürlich auf dem technisch neuesten Stand sein, ebenso wie Dein Bürostuhl.
  • Regelmäßige Pausen, idealerweise mit Spaziergängen an der frischen Luft und im Tageslicht, sowie der Verzicht von Displaynutzung in Pausenzeiten sowie kurz vor dem Schlafengehen.
  • Regelmäßiges Augentraining: Vielleicht nützt schon ein Verdrehen der Augen? Ansonsten ist das ein tolles Thema, denn Augentraining soll sogar die Dioptrienzahl der Brille reduzieren helfen.
  • Ab und zu den Blick in die Ferne schweifen lassen, vor allem beim Telefonieren.
  • Regelmäßiges Lüften hilft, den Sauerstoffgehalt an Deinem Arbeitsbereich wiederherzustellen und Dich fit zu halten.
  • Viel Wasser trinken und regelmäßige Essenspausen mit gesunden Snacks und Mahlzeiten können den Symptomen des Computer Vision Syndroms ebenso entgegenwirken.

Unser Fazit

Das richtige Licht am Arbeitsplatz ist extrem wichtig. Durch die vermehrte tägliche Nutzung von technischen Geräten werden unsere Augen stark beansprucht. Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz sorgt für ein besseres Wohlbefinden. So bleiben wir auch tagsüber fit und unsere Augen ermüden nicht so schnell.

Als weiterer Faktor ist der Arbeitsplatz an sich ausschlaggebend. Wer im Home Office arbeitet, sollte zumindest darauf achten, einen richtigen Arbeitsplatz einzurichten, der sowohl ergonomisch als auch von der Beleuchtung und Ausstattung her passend ist. Mit unserem „eat & work“-Kombitisch haben wir einen smarten und modernen Arbeitsplatz geschaffen. Denn in Sekunden wird der Esstisch zum höhenverstellbaren vollwertigen Arbeitsplatz.

Wir hoffen, dass wir Dir mit diesen Tipps den Arbeitsalltag zu Hause etwas erleichtern können. Und jetzt: Licht an und ab an die Arbeit 😉

*Lux (lx) ist die physikalische Einheit für die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle. Definition Lux: Diese lichttechnische Größe, deren Name von dem lateinischen Wort lux („Licht“) kommt, gibt an, wie viel Lichtstrom einer Lichtquelle auf eine Fläche fällt.

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https://www.arbeitssicherheit.de/themen/arbeitssicherheit/detail/beleuchtung-am-arbeitsplatz.html

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